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15. Mai 2019

Europaministerin Birgit Honé zu Besuch am Europatag

Nahbar und interessiert – so gab sich die niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Birgit Honé bei ihrem Besuch an den berufsbildenden Schulen Wittmund. Der Anlass des Besuchs war der diesjährige Europatag, der von den Juniorbotschaftern mit Unterstützung einer Projektgruppe aus der Fachoberschule Wirtschaft Klasse 12 geplant und durchgeführt wurde. In Begleitung des Landrates Holger Heymann und vom Dezernenten der Landesschulbehörde Rainer Knippenberg, nahm sie die verschiedenen Ausstellungen in Augenschein und unterhielt sich mit den ausstellenden Schülerinnen und Schülern. Am Stand der Fachschule Betriebswirtschaft ließ sich die Ministerin über die Aktivitäten mithilfe des Erasmus+ Programms informieren.

Die Europaministerin Frau Honé, Landrat Holger Heymann, Rainer Knippenberg (Dezernenten der Landesschulbehörde) und Schulleiterin Christine Steinröder waren im intensiven Austausch mit den Schülerinnen/Schülern.

Mehrere Schüler teilten ihre Erfahrungen und positiven Eindrücke, die sie während eines vierwöchigen Aufenthalts in Finnland sammeln konnten, mit. An weiteren Ständen wurde durch die Juniorbotschafter auf die bevorstehende Europawahl hingewiesen. Hierfür wurde die Kampagne „This time I´m voting“ ausgestellt und die besuchenden Schülerinnen und Schüler konnten sich hier aktiv beteiligen. An einem weiteren Stand stellten die Juniorbotschafter ihre bisherigen Aktivitäten vor. Hier sind besonders die Botschafterkonferenzen und die Teilnahme an der Euroscola im Oktober 2018 zu nennen. Der Besuch der Ministerin wurde auch genutzt um Verbesserungsvorschläge vorzubringen. So könnte das Land Niedersachsen mehr für ihre Europa- und Botschafterschulen anbieten und zum Beispiel das vom Landtag angebotene Europacafe ausgebaut werden. Auch gab es Verbesserungsvorschläge bezogen auf die Lehrerfortbildungen in Brüssel. Hier sollte die Grundidee der Veranstaltung überdacht werden. Die teilnehmenden Lehrkräfte brauchen sicherlich keine Institutionenkunde, dafür solle mehr Zeit für Best-Practice-Beispiele und für den Aufbau eines europäischen Schulnetzwerkes eingeplant werden. Mit der jetzigen Struktur der Veranstaltung arbeite die Europäische Union dem Aufbau eines Netzwerks nicht gerade zu.

Die Schülerinnen und Schüler bekamen bei dieser Feierlichkeit ihre Europässe überreicht.

Im zweiten Teil ihres Besuches überreichte die Ministerin 24 Schülerinnen und Schülern der Gastronomieabteilung,  die vor kurzen an einem Austausch in Österreich teilgenommen hatten, ihre Europässe. Die Einjährigen Berufsfachschulen der Agrarwirtschaft und der Gastronomie besuchten für 14 Tage die Landwirtschaftliche Fachschule in Bruck (B1A) und die gastronomische Fachrichtung die Tourismusfachschulen Salzburg in Bramberg. Unsere Berufsfachschüler absolvierten in der jeweiligen Fachrichtung den Unterricht. Des Weiteren haben die Heranwachsenden verschiedene Fachseminar besucht und erfahren können, was es bedeutet an einem außerschulischen Lernort nicht nur theoretische, sondern auch praktische Erfahrungen zu sammeln. Die Jugendlichen lernten ebenfalls die österreichische Kultur und deren Wintertourismus kennen. So besuchten sie verschiedene Wintersportaktivitäten und absolvierten einen Ski-Einsteiger-Kurs. Eine weitere kleine Gruppe -von fünf Auszubildenden- der Gastronomie besuchte in ihrer ersten Woche einen Barista-Kurs, welchen sie mit Auszeichnung bestanden haben. Im Anschluss ihrer Erfahrung im österreichischen Schulsystem haben die Auszubildenden des zweiten Lehrjahrs 8 Wochen in verschiedenen Hotels Auslandserfahrungen sammeln können. Hiervon profitiert nicht nur die ostfriesische Region  sondern vielmehr die zukünftigen Fachkräfte in ihrer Entwicklung und beruflichen Weiterentwicklung. Die verliehenen Europässe dienen als besonderes Zertifikat dieser Zusatzqualifikation und bescheinigen diese außergewöhnliche Leistung und die europäischen Offenheit sich im Ausland Fachwissen anzueignen.