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19. Oktober 2019

BBS und Traumfänger starten Pilotprojekt

Die ohnehin schon gute und enge Zusammenarbeit zwischen den Berufsbildenden Schulen Wittmund und der Traumfänger GmbH in Hohenkirchen wird im Rahmen eines attraktiven Ausbildungsangebotes weiter intensiviert. Die Traumfänger um Geschäftsführerin Elisabeth Haddick beschreiten dabei ganz neue Wege, um angehenden Heilerziehungspflege-Fachkräfte die Tür zur Ausbildung zu öffnen: Mit der Zahlung einer Ausbildungsvergütung nimmt die im Wangerland ansässige Einrichtung künftig eine Vorreiterrolle ein! In der HEP als vollschulischer Fachschulausbildung gibt es normalerweise kein Ausbildungsgehalt. „Wir wollen das System nun auf den Kopf stellen“, sagt Haddick: „Wir schaffen mit der Vergütung in der Größenordnung einer Betreuungshilfe neue Anreize für die Ausbildung in der Heilerziehungspflege.“ Ohne finanzielle Unterstützung können viele mögliche Bewerber die Ausbildung nicht realisieren, mit ihrem innovativen  Vergütungsmodell investiert die Traumfänger GmbH daher bewusst nicht nur in die eigenen Standorte, sondern eben auch in den eigenen Fachkräftenachwuchs.

Starten Piilotprojekt gegen den Fachkräftemangel in den Heil- und Pflegeberufen: Jörn Bocksberger (Verwaltungsleitung) und die „Traumfänger“-Geschäftsführer Elisabeth Haddick und Thomas Schlegel sowie Malte Stickel (BBS Wittmund) und Ramona Perl (Heimleitung)

Die Einrichtung betreibt vier Wohnstätten und eine Tagesförderstätte für Menschen mit Behinderungen jeden Alters, deren Betreuung gut ausgebildeter Fachkräfte bedarf. Bei Landesschulbehörde und Kultusministerium rannte Haddick offene Türen ein, sodass die Traumfänger GmbH somit künftig zehn vergütete Ausbildungsplätze bereitstellt. Den schulischen Teil der Kooperation übernimmt die BBS Wittmund mit ihrer Fachschule HEP am Standort in Esens und hält die Schulplätze für die Traumfänger-Azubis vor: „Wir sind dankbar für das Vertrauen, das die Traumfänger GmbH in unsere Fachschule setzt, und freuen uns, dieses Pilotprojekt mitgestalten zu können“, so Malte Stickel als Abteilungsleiter und Lehrer in der Fachschule. Und wer weiß… vielleicht findet dieses Projekt Nachahmer…